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facebook? Besser nicht.

Social Media ist der Hype schlechthin. Bevor Sie aber ein facebook-Konto für Ihr Unternehmen, Ihren Verein oder Ihren Event erstellen und Ihre Website mit facebook verlinken, um Ihre Klickraten zu erhöhen, bedenken Sie bitte folgende Punkte:

Stellen Sie sich zunächst die Frage, was Sie mit der Einbindung von Social Media erreichen wollen. Einfach nur eine Erhöhung der Klickraten oder aber Hard Selling bzw. reale Kunden gewinnen? Wenn Ersteres Ihr Ziel ist, brauchen Sie die folgenden Abschnitte nicht zu lesen. Social Media kann unter Umständen zu höheren Klickraten führen.

Hingegen:

facebook ist sehr zeitaufwändig. Wenn Sie die Kontrolle über facebook-Einträge behalten wollen, müssen Sie diese regelmässig sichten und moderieren. Negative Einträge zu Ihrer Firma, Ihrem Verein oder Ihrer Veranstaltung sind kontraproduktiv. Und solche zu löschen, ist denkbar schlechte PR. Der Unterhalt von Social-Media-Konti erfordert professionelle, konstante Moderation. Haben Sie diese Ressourcen auch langfristig?

Selbst professionell unterhaltene facebook-Seiten können peinlich wirken: Wenn Beiträge veraltet oder erwiesenermassen falsch sind. Einträge wie «Heute Tag der offenen Tür» sollten spätestens am darauf folgenden Tag von einem Follow-up verdrängt werden.

facebook vergisst nicht. Sie führen einen Firmenanlass durch, der nicht allen Teilnehmern gleichermassen passt. Sie belassen fairerweise auch die negativen Einträge im Blog. Diese haben jedoch nichts mit Ihren Dienstleistungen und dem gepflegten Image Ihres Unternehmens zu tun. Dennoch wirken sie sich negativ auf Ihr Unternehmen aus. Und werden bei Google ebenfalls indiziert.

facebook bleibt virtuell. Wie Ihre Firmen- oder Vereins-Site natürlich auch. Aber Diskussionen und «Like»-Klicks finden nicht zwingend in Ihrem Kundensegment statt. Und generieren demzufolge keinerlei Mehrumsatz oder Besucherströme. Wenn Sie Ihre Zielgruppe kennen, beantwortet sich der Entscheid «facebook Ja oder Nein?» fast von selbst.

facebook kanalisiert nicht. Die Zweiweg-Kommunikation im «Web 2.0» ist eine tolle Sache. Jedoch sollten Sie sich überlegen, ob Sie via offizielle Website wie auch (zusätzlich) über facebook kommunizieren wollen. Wenn Sie die Interaktion mit Ihren Site-Besuchern im Kontext mit Ihrem offiziellen Kommunikationskanal behalten wollen, bieten sich Möglichkeiten wie Gästebücher, Foren, Shoutboxes usw. Und dort bestimmen Sie die Regeln, was wann veröffentlicht wird.

facebook sammelt Daten. Sie kennen die Identität Ihrer Besucher und Kommentatoren jedoch nicht, da Benutzerprofile häufig unvollständig oder schlicht und bewusst falsch angelegt sind.

facebook lässt Sie nicht los. Obwohl Sie sämtliche Kniffe und Tricks angewendet haben, Ihr Konto zu löschen, werden Sie feststellen, dass dies im Regelfall nicht möglich ist. Selbst wenn Sie nach der Abmeldung einige Wochen zuwarten: Ihr Konto kann mit einem Klick reaktiviert werden. Ergo: facebook lässt Sie nicht mehr los.

facebook wirbt für Ihre Konkurrenz. Unter «ähnliche facebook-Seiten» werden an prominenter Stelle Einträge aufgelistet, die Ihnen wenig nützen: sie führen zur Konkurrenz.

facebook ist käuflich. Sie möchten 15'000 Followers? Kein Problem. Kaufen Sie die facebook-Followers einfach ein. Zum Beispiel hier.  Oder hier. Oder hier. Noch Fragen?

marscom rät von facebook im Marketingmix ab. Zumindest in 95 Prozent der Anfragen, die wir erhalten.

 

Dies sind Alternativen:

Lassen Sie Ihre Partner, Lieferanten und Freunde Links auf Ihre Website setzen. Suchmaschinen bewerten - nebst vielen anderen Parametern - die Relevanz von Sites nach der Anzahl Links, die auf eine Site führen.

Werben Sie zielgerichtet. Klassische Kanäle wie Inserate, Flyer, Events - und konkrete Angebote auf Ihrer Site - wirken nachhaltig.

Zeichnen Sie sich nicht durch hohe Klickraten aus, sondern durch wirklich innovative, qualitativ hochstehende Angebote. Zusammen mit zufriedenen Mitarbeitern stellt dies die beste Werbung dar.

Optimieren Sie Ihre Site für Suchmaschinen. Hier kann marscom gerne mit Beratung und Umsetzung dienen.

«There's no such thing as a a free lunch» postulierte Maynard Keynes. Irgend jemand bezahlt für Dienstleistungen und Produkte. Und der semiprofessionelle, unbedarfte Einsatz, den Sie für die Datensammlung von facebook leisten, wäre dann eben dieser vermeintliche «free lunch».

 

 
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